Kleiner Fotorundgang im . .

28.06.2017 12:04:19

Hilfskrankenhaus Gunzenhausen (Lost Place)

Das Hilfskrankenhaus Gunzenhausen ist ein ehemaliges Bunkerkrankenhaus in Gunzenhausen, einer Stadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Das Bunkerkrankenhaus war das erste seiner Art in Deutschland und diente als Vorbild für alle anderen Hilfskrankenhäuser in der Bundesrepublik. Es ist das einzige, das noch fast vollständig ausgerüstet ist; lediglich Röntgengeräte wurden nach Costa Rica und Kuba abgegeben.

Geschichte und Zweck
Der unterirdische Bunkerkomplex besteht aus drei Anlagen: dem eigentlichen Bunkerkrankenhaus unter der heutigen Berufsschule und zwei teilausgebauten Varianten in unmittelbarer Nähe, eine unterhalb der Mädchenrealschule und eine unter dem Simon-Marius-Gymnasium. Er wurde von 1963 bis 1965 im Rahmen des Kalten Kriegs errichtet und sollte bei einem nuklearen Angriff Patienten der nahen Großstädte des Ballungsraums Nürnberg versorgen. Hierzu wies das Krankenhaus 600 Betten auf; zum medizinischen Personal gehörten zwölf Ärzte, drei medizinisch-technische Assistentinnen, 24 Krankenschwestern, 60 Hilfsschwestern und sechs Krankenpfleger.
Die Bunkeranlage wurde 1989 zur Aufnahme von DDR-Übersiedlern sowie 1990 zur Aufnahme von Übersiedlern aus Rumänien genutzt. 1996 wurde das Hilfskrankenhaus geschlossen. Es befindet sich im städtischen Besitz und wird zu touristischen Zwecken genutzt. Der Standort Gunzenhausen wurde gewählt, da sich die Stadt damals weit genug von Großstädten, militärisch relevanter Industrie und Militärstützpunkten befand. Die nahe gelegene Bundeswehr-Kaserne in Heidenheim am Hahnenkamm entstand erst in den 1970er Jahren.

Baubeschreibung

Der Bau ist von einer 60 Zentimeter dicken Stahlbetonhülle mit Bleischutz umschlossen und befindet sich fünf Meter unter der Erde unterhalb des Gebäudes der Gunzenhäuser Berufsschule. Das Hilfskrankenhaus hat eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern und weist einen umbauten Raum von 13.800 Kubikmetern auf. Der Bau kostete 3,9 Millionen DM. Der Unterhalt der Anlage verursachte jährliche Kosten von 25.000 DM. Konzeptionell wies die Bunkeranlage Schwächen auf: Die Abfallentsorgung war ungeklärt, es fehlte ein Speisesaal, und während der 14 Tage Maximalaufenthalt hätten den 600 Bewohnern nur 15 Toiletten zur Verfügung gestanden.
Die Ausstattung ist fast vollständig erhalten. Zum Inventar gehören neben den 600 Betten und medizinisch notwendigem Material auch Schiffsmotoren als Notstromaggregate und vier Dekontaminationsduschen.
Text: wikipedia.org

Der unscheinbare Eingang an der Schule


Op Saal


diverse OP-Gegenstände


 Krankenzimmer für Kinder

 
Krankenzimmer für Erwachsene


Gänge, fast alle gleich


Toilette


Küche




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