Sturm fällte die Thuisbrunner Tanzlinde

Im fast 1000-jährigen Thuisbrunn, erstmals 1007 unter dem Namen »Tuosibrunno« erwähnt, soll schon in vorchristlicher Zeit eine Opferstätte bestanden haben. Ganz so alt ist die Thuisbrunner Tanzlinde nicht gewesen. Aber einige hundert Jahre hat sie auf jeden Fall gegrünt. Erst Anfang des neuen Jahrtausends hatte der Fränkische-Schweiz-Verein um die alte Linde auf der »Pinselleite« eine Tanzbühne gebaut, um der aktiven Volkstanzgruppe wieder einen Mittelpunkt für ihre Veranstaltungen zu geben. Das Unwetter am Abend des 29. Juli richtete auch in den »Leiten«, auf den Trockenhängen also, die Thuisbrunn und seinen Burgberg hufeisenförmig umgeben, große Verwüstungen an. Erst am Morgen danach wurde entdeckt, dass auch die Tanzlinde das Unwetter nicht überstanden hatte. Sie wurde völlig entwurzelt und zog beim Fallen noch einen alten Nachbarbaum in Mitleidenschaft.

Urheber- und Quellenvermerk:"Verfasser/Nürnberger Nachrichten"